Original paper

Das Donauplankton auf rumänischem Gebiet (km 488 bis km 345).

Enăceanu, Virginia

Kurzfassung

Im Rahmen der vom Limnologen-Kongreß im Jahre 1956 angeregten und von allen Uferstaaten nach einem gemeinsamen Plan durchgeführten limnologischen Erforschung der Donau gehört das Studium des Planktons zu den bedeutendsten Aufgaben. Für die hydrobiologische Erforschung der Donau von ihrem Eintritt in das Gebiet der Rumänischen Volksrepublik bis zu ihrer Mündung in das Schwarze Meer, somit auf einer Strecke von 1078 km, sind morphohydrologisch verschiedene Abschnitte zu unterscheiden, in deren Bereich einzelne Querprofile von mehreren Forschungskollektiven studiert wurden, die zum Forschungsinstitut für Fischerei, zum Biologischen Institut "Traian Savulescu" der Akademie der R.V.R. und zum Hygiene-Institut (Busnita und Enaceanu 1958, Busnita 1961) gehörten. Die von uns untersuchten und in dieser Arbeit erwähnten Profile liegen im rumänischen Donauabschnitt zwischen Giurgiu (km 488) bis zum Malul Rosu (km 235). Dieser Abschnitt wird durch die allmähliche Erweiterung des Tales und durch das Einsetzen einer Überschwemmungsaue gekennzeichnet, die sich in einer Breite von 3 bis 16 km entlang des linken Ufers stärker entwickelt und sich auf insgesamt 200000 ha erstreckt, von welchen rund 34000 ha von einzelnen Seen bedeckt sind (Ujvari 1959). Unsere Forschungsstellen befanden sich bei km 488, stromabwärts von Giurgiu, bei km 430 stromaufwärts und abwärts von der Mündung des Arges in die Donau, bei km 355 bei Calarasi-Dervent und bei km 235 beim Malul Rosu. In Giurgiu und Oltenita erfolgten die Untersuchungen am linken Ufer und in der Mitte des Stromes auf Querprofilen; in Calarasi, Dervent und beim Malul Rosu jedoch über die gesamte Strombreite. Die Planktonproben wurden am Ufer und in der Mitte des Stromes von der Oberfläche und entsprechend den verschiedenen Tiefen in Abständen von 5 m sowohl mit dem Ruttner-Wasserschöpfer als auch mit der Jukowsky-Flasche gewonnen. Dort, wo die Wasserströmung es zuließ, wurde auch das Nansen-Netz eingesetzt. Gesammelt wurden monatliche Proben von April 1958 bis März 1959 und außerdem Stichproben während der Monate Oktober-Dezember 1958 und im März, Juli und Oktober 1959. Häufigkeit und Schwankungen der Plankter sind durch Zählen pro Kubikzentimeter ermittelt worden, die Biomasse dagegen (nur beim Zooplankton) wurde mit Hilfe der Mittelgewichte berechnet (Morduhai-Boltovskoi 1954, Enaceanu 1956). Im Bereich unserer Untersuchungsstrecke steht die Planktonbiocoenose unter dem Einfluß der Seen der Überschwemmungsaue. Als ein erster Beweis mag der Umstand gelten, daß die hier ermittelte Anzahl von systematischen Einheiten größer als stromaufwärts oder am bulgarischen Ufer ist. Popescu (1960) findet im Stromschnellengebiet bis Orsova (km 1042-km 957) 156 Arten und Abarten, während wir in dem von uns erforschten Abschnitt 219 ermitteln konnten. Am bulgarischen Ufer, wo kein Überschwemmungsgebiet vorhanden ist, erwähnt Naidenov (zit. Konstantinov 1961) 151 Arten.

Keywords

Donauplanktonriver DanubeRumänienSchwarzes MeerPlanktonbiocoenosehydrobiologischÜberschwemmungsaue