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Die Wassermilben (Hydrachnellae und Limnohalacaridae) als Indikatoren einer biocönotischen Gliederung von Breg und Brigach sowie der obersten Donau.

Schwoerbel, Jürgen

Kurzfassung

Das Limnologische Institut in Falkau hat 1956 im Rahmen der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Donauforschung die limnologische Untersuchung der obersten Donau übernommen. Dieses Gebiet umfaßt die Quellflüsse Breg und Brigach sowie die Donau bis zu ihrer Versickerung oberhalb Tuttlingen, wo sie für eine Dauer von 7 bis 8 Monaten jährlich unterirdisch dem Stromgebiet des Rheins zufließt und ihr Bett völlig austrocknet. Seit März 1957 ist dieses Gebiet der Donau Gegenstand regelmäßiger hydrographischer, chemischer und biologischer Untersuchungen mehrerer Mitarbeiter des Falkauer Instituts. Seit dieser Zeit sind auch die Wassermilben regelmäßig gesammelt worden. Dabei stand die Frage im Vordergrund, wie sich der durch Untergrund und Verunreinigung verursachte Wechsel hydrographischer und chemischer Bedingungen auf die Verteilung der Wassermilben im Fluß auswirkt. Die Untersuchungen blieben nicht auf Breg, Brigam und Donau beschränkt, sondern umfaßten auch die Quellen eines größeren Quellgebietes und einige Seitenbäche. Einige frühere Angaben über die Milbenfauna der Donau unterhalb der Versickerung, einiger ihrer Nebenbäche in diesem Abschnitt sowie der Aachquelle liegen schon vor (Schwoerbel 1955a, 1957); sie sind in diese Darstellung mit einbezogen worden. Ab Oktober 1960 sind auch aus dem hyporheischen Lebensraum der Breg und obersten Donau sowie einigen Nebenbächen eine Anzahl von Arten bekanntgeworden, die ausschließlich hyporheisch leben, aber dennoch weitverbreitet sind (Schwoerbel 1961, 1961a).

Keywords

WassermilbenHydrachnellae und LimnohalacaridaebiocönotischBregBrigachDonau FalkauTuttlingen