Original paper

Beiträge zur Kenntnis der Tendipediden (Larven) im rumänischen Donaugebiet.

Cure, Victoria

Kurzfassung

Die Tendipediden stellen bekanntlich eine bedeutende Nahrung für die Fische dar. Das gilt auch für die Donaufische. Beim Donausterlet (Dimitrju 1937) und bei Clupeonella delicatula (Nordm.) (Leonte und Mitarb. 1957) zeigte sich, daß die von diesen Fischarten aufgenommene Nahrung zahlreiche Tendipediden enthält. Die Untersuchung der in der Donau wandernden Fische (Leoste 1956) ließ erkennen, daß in der Nahrung des Scherg (Acipenser stellatus Pall.), des Waxdick (Acipenser güldenstädti Brandt) und des Hausen (Huso huso (L.) die Tendipediden 2,04 % bis 32 % erreichen, und zwar sowohl bei den geschlechtsreifen als auch bei den Jungfischen. In einer Arbeit über die Ökologie des an der Grenze Rumäniens gefangenen Donausterlets (Jankovic 1958) wird erwähnt, daß in der Nahrung dieses Fisches die Tendipedidenlarven gleichfalls stark vertreten waren. Die Art Cryptomironomus zabolotzkii Goetgh. stellt bei einzelnen Fischexemplaren 10,05 % bis 35,34 % der gesamten aufgenommenen Organismen dar. In der Sowjetliteratur findet man eine Reihe von Angaben über die Rolle der Tendipediden für die Ernährung der Fische in den Flüssen. Wenn wir uns nur auf die der Donau nächstliegenden Flüsse beziehen, müssen wir die Arbeiten von Behning (1912) und Meissner (1908) über den Sterlet der Wolga und von Sabanyew (zit. Dimitriu 1937) über den gleichnamigen Fisch, diesmal im Dnjepr, anführen, wobei beide Arbeiten das Vorwiegen der Dipterenlarven und insbesondere der Tendipediden in der Nahrung dieser Fischart betonen. Auch Ambroz (zit. Dimitriu 1937) zeigt die Tendipedidenlarven als Nahrungsbestandteil zahlreicher wirtschaftlich wertvoller Fische des unteren Dnjestr. Die rumänische Fachliteratur weist nur wenige Arbeiten auf, in welchen die in der Donau ermittelten Tendipediden erwähnt werden. Bacescu (1949) spricht von fünf am Eisernen Tor und in Svinita auf Fontinalis und auf Steinen gefundenen Tendipedidenarten. Popescu-Gorj und Mitarb. (1956) erwähnen in der Bodenfauna der vom Borcea-Donauarm gespeisten Insel Borcea-de-Jos 26 und auf den Pflanzen 7 Tendipendidenarten. Die von Botnarjuc und Mitarb. (1953, 1959) veröffentlichten Arbeiten erwähnen für den Donaudeltabereich 70 Arten, und Bacescu und Mitarb. (1958) sprechen von 10 Tendipedidenarten im nordöstlichen Teil der Musura (Donaudelta). Nach dem Internationalen Limnologischen Kongreß in Helsinki wurde in Rumänien ein systematisches biologisches Studium der Donau in Angriff genommen (Busnita und Mitarb. 1958). Die Vertreter der Uferstaaten wiesen anläßlich ihrer Referate auf die in verschiedenen Donauabschnitten in der Bodenfauna ermittelten Tendipedidenlarven hin, und zwar Liepolt (Österreich), Dudich (Ungarn), Russev (Bulgarien).

Keywords

Tendipedidenrumänisches DonaugebietDonausterletSchergWaxdickHausenDipterenlarveBorcea-DonauarmBorcea-de-Jos