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Nematoden aus dem Ufergrundwasser der Donau von Bratislava bis Budapest (Danubialia Hungarica, XVII.)

Andrássy, I.

Kurzfassung

Einige Arbeiten befassen sich zwar mit den Fadenwürmern des Ufergrundwassers von Bächen und Flüssen, doch sind unsere diesbezüglichen Kenntnisse zur Zeit noch sehr mangelhaft. So z. B. ist die Donau, der größte Strom Mitteleuropas, nematologisch fast völlig unerforscht. Im Rahmen dieser Arbeit wird über die Grundwasser-Nematoden des oberen ungarischen Donauabsdmittes berichtet. Die Länge des untersuchten Flußabschnittes - von Bratislava (Stromkm 1868) bis Budapest (1652) - beträgt mehr als zweihundert Kilometer. Die Donau tritt beim Strom-km 1850,2 in Ungarn ein. Der obere Stromabschnitt wird von zwei Nebenarmen begleitet, von denen der rechtseitige den Namen Mosoner Donau trägt. Der Hauptarm und die Mosoner Donau schließen das Gebiet von Szigetköz ein, wo einige der Grundwasserproben entnommen wurden. Von der Einmündung des Mosoner Armes fließt die Donau in östlicher Richtung. In diesem Abschnitt wird der Strom durch das Wasser einiger Nebenflüsse bereichert, von denen die beiden linkseitigen (tschechoslowakischen) - die Gran (Hron, Garam) und Eipel (Ipoly) - am wichtigsten sind. Die von der Donau durchquerte Kleine Tiefebene war einst vom sogenannten Levantinischen Meer bedeckt. Bei Vac (etwa 1680 Stromkm) biegt der Strom in südlicher Richtung ab und tritt in die Große Ungarische Tiefebene ein. Diese Strecke ist durch einige große Inseln gekennzeichnet. Das Grundwasser der im Donaubogen oberhalb Budapest liegenden Insel von Szentendre wurde nematologisch untersucht. Im Raum von Budapest befinden sich drei kleinere Inseln, von denen die Insel Hajógyar die südlichste Stelle der Grundwassergrabungen ist. Es sei noch erwähnt, daß die Normalbreite des Strombettes oberhalb Budapest 420 m, die Geschwindigkeit des Flusses im Mittelwert 1,0-1,2 m/sec beträgt. Die Grundwasserproben des oberen ungarischen Donau-Ufergebietes entstammen 14 Sammelorten. Eine Probe wurde im Dezember des Jahres 1957 entnommen, die übrigen im Jahre 1959, und zwar je zwei im Mai und Juni, neun im November. Weiterhin wurde noch eine 15. Probe am oberen Ende des untersuchten Stromabschnittes, und zwar in der Umgebung von Bratislava (Preßburg, Pozsony, Tschechoslowakei) im Oktober 1959 gesammelt. Die meisten Proben sind bei Niederwasser entnommen worden. Die Untersuchungen erfolgten im allgemeinen etwa 3 m vom jeweiligen Gewässer entfernt. An einigen Sammelstellen wurden je 3 Proben genommen, und zwar in 3, 9 bzw. 15 m Entfernung vom Gewässer.

Keywords

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