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Ökologische Untersuchungen an den Aufwuchsalgen der obersten Donau und ihrer Quellflüsse II. Die räumliche und zeitliche Verteilung der Algen

Backhaus, Diedrich

Kurzfassung

Die natürlichen Veränderungen, die sich im Temperaturregime, in den Strömungs- und Durchlüftungsverhältnissen innerhalb eines Bergbaches von der Quelle bis zum Unterlauf vollziehen, finden ihren Ausdruck z. B. in der seit langem bekannten Zonierung der Fisch- und Turbellarienbesiedlung. Inzwischen konnte die Abschnittsgliederung faunistisch noch auf verschiedene andere Organismengruppen ausgedehnt und weiter differenziert werden, so daß auf dieser Grundlage bereits vielversprechende Ansätze einer zoocoenotisch begründeten Fließgewässer-Typenlehre entwickelt werden konnten. Im Vergleich zu faunistischen Untersuchungen gibt es von botanischer Seite her nur wenige Versuche, die natürlichen Veränderungen unbelasteter Flüsse von der Quelle abwärts anhand ihrer Algenbesiedlung zu verfolgen und eventuell gegebene Algenzonierungen aufzudecken (Budde 1928, 1930, Butcher 1932b, Stave 1953, Wehrle 1942). Aufgrund der wenigen bisher vorliegenden Besiedlungsanalysen aus Bergbächen läßt sich z. B. nicht einmal mit Sicherheit feststellen, ob die beobachteten Zonierungen oder Assoziationen (z. B. Symoens 1954, 1957, Margaleff 1949, 1951a) vorwiegend durch die physiographischen Erscheinungen im Fluß oder durch die hydrochemischen und trophischen Gegebenheiten geprägt werden, oder ob die unterschiedlichen Interferenzen zwischen den einzelnen Faktoren jedem Fluß sein individuelles Besiedlungsbild hinsichtlich Artenkonstellation und Dominanz- bzw. Abundanzverhältnissen geben (vgl. Blum 1956).

Keywords

StrömungDurchlüftungFließgewässerAbundanzAufwuchsalgenDonau