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Sorpemulsiometrische Bestimmung des Radiums in Proben des Donauwassers

Mayer, J.

Kurzfassung

Das Ra 226 besitzt unter allen Radioisotopen die größte Radiotoxizität. Daher setzt die International Commission for Radioactive Protection (ICRP) für Isotopengemische unbekannter Zusammensetzung Alpha-, Beta- und Gammastrahler mit Ausschluß von Ra 226 als empfohlene Toleranzkonzentration 100 pC/l fest (Frantz 1962). Aus diesem Grunde ist es zur Bewertung des Wassers nach dieser Forderung notwendig, die Aktivität des Ra 226 zu bestimmen. Zur Feststellung des Gehaltes an Ra 226 ist die gebräuchliche emanometrische Ionisationskammermessung zwar genau und verläßlich, aber sehr langwierig. Die Methandurchflußzähler erfordern bei den kleinen Aktivitäten des Ra 226 lange Meßzeiten und Antikoinzidenzschaltung und sind daher für Routinemessungen gleichfalls wenig geeignet. Relativ einfach und empfindlich ist die sorpemulsiometrische Bestimmung des Radiums nach Vlček. Als Sorpemulsiometrie wird die weitgehend spezifische Sorption eines Radioisotopen aus einer Lösung auf ein in gehärteter Gelatine dispergiertes Absorbens bezeichnet. Das Absorbens ist auf eine Glasplatte, ähnlich einer Photoemulsion, aufgetragen. Durch die Sorption entsteht ein flächenorientierter Strahler, praktisch ohne Selbstadsorption der radioaktiven Strahlen, da das Radioisotop an der Oberfläche der Emulsion angereichert wird. Dieses Präparat ist für Messungen der Radioaktivität mit gebräuchlichen Zählvorrichtungen günstig.

Keywords

RadiumToleranzkonzentrationSorpemulsiometrieMethandurchflußzählerDonau