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Das Vorkommen von Gammariden im Donauraum zwischen Geisling und Straubing.

Foeckler, Francis

Kurzfassung

Im Rahmen der "Limnologischen Grundlagenermittlung als Beitrag zur Bewertung der Gewässer und der umliegenden Feuchtgebiete im Donauraum der Stauhaltung Straubing" (Siebeck & Foeckler, 1986; Foeckler, 1990a, 1991) wurde das Vorkommen von Bachflohkrebsen der Familie Gammaridae in bezug zu einigen chemisch/physikalischen Eigenschaften ihrer Wohngewässer untersucht. Der hier beschriebene Donauabschnitt gehört naturräumlich zum Dungau, eine Untergliederung des Großraumes "Unterbayerisches Hügelland" (Burmeister & Reiss, 1983: 124/5). Nach der Gebietseinteilung der "Limnaeofauna europaea" (Illies, 1978) zählt er zum Gebiet 9: Zentrales Mittelgebirge mit der Donau von der Quelle bis Wien. Der Gammaridenbesatz der oberen Donau ist durch Besch (1968) und Instinsky (1983) bekannt. Gammariden sind wichtige Glieder im aquatischen Ökosystem und nach Pieper & Meijering (1982) gute Anzeiger für stabile Verhältnisse im Fließwasser, insbesondere in bezug zur Gewässerversauerung. Das unterschiedliche Vorkommen der einzelnen mitteleuropäischen Gammarus-Arten ist mit vielen natürlich und anthropogen bedingten Faktoren, wie Temperatur, O2-Gehalt und Fließgeschwindigkeit (Franke, 1977; Vobis, 1928, 1973), Abwasserbelastung (Hagemann et al. 1974) und pH (Brehm & Meijering, 1982. Mattias, 1983; Meinel, Mattias & Zimmermann, 1985) in bezug gesetzt worden und daraus eine Zonierung der drei häufigsten Arten in der Reihenfolge Gammarus fossarum KOCH, 1835 im Oberlauf, Gammarus pulex L., 1758 im Mittellauf und Gammarus roeseli GERVAIS, 1835 im Unterlauf von Fließgewässern postuliert worden (Scholz & Meijering, 1975).

Keywords

GammaridenDonauGeislingStraubingBachflohkrebsGammarus fossarum KOCHGammarus pulex L.Gammarus roeseli GERVAISFließwasser