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Die Nutzung der Unterkreidesandsteine von Münchehagen - vom Rohstoff zum Wissenschaftspark

Richter, Annette; Knötschke, Nils

Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien, Veröffentlichungen Heft 26 (2008), p. 121 - 128

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published: Dec 2, 2008

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Kurzfassung

Etwas nördlich von Hannover gelegen, gehen die quartären Lockergesteinsschichten der norddeutschen Tiefebene in die Festgesteine der Mittelgebirge über. Für Niedersachsen sind besonders die Sandsteine von großer Bedeutung, bei denen eine ganze Serie einer gemeinsamen Bildungszeit in der Unteren Kreidezeit, dem Berriasium, entstammt. Sie stehen im nordwestlichen Osterwald, im Nesselberg, im Süntel, im Deister, auf dem Bückeberg (mitsamt Harrl) und in den Rehburger Bergen an. Unter den genannten Vorkommen weisen nur die quarzitisch (= kieselig) gebundenen und verwitterungsresistenten Sandsteine des Nesselberges, des Bückeberges und der Rehburger Berge Naturwerkstein-Qualität auf. Im Steinbruch Münchehagen werden quarzitisch (= kieselig) gebundene, gelbbraune und braungraue Sandsteine abgebaut, die stratigraphisch in die tiefste Unterkreide (Bückeburg-Formation) einzustufen sind. Während das Vorkommen vom Nesselberg durch die ausgedehnten Bautätigkeiten in Hannover Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend erschöpft wurde, konnte der traditionell großflächige Abbau des Obernkirchener Sandsteins auf dem Kamm des Bückeberges bis heute fortgeführt werden, weitgehend für die Gewinnung reiner Naturwerkstein -Produkte.

Keywords

mineralische Rohstofefewissenschaftspark