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Wasserwirtschaftliche Bergbaufolgelandschaften

Forkel, Christian

Kurzfassung

Der Bergbau, und hier insbesondere die Braunkohlengewinnung im Tagebau, verändert die Landschaft – am sichtbarsten natürlich während des Abbaus– die Veränderung nach dem Abbau ist jedoch oft wesentlicher, weil nachhaltig wirkend. Dies gilt auch und insbesondere für die wasserwirtschaftlichen Aspekte in der Braunkohlenfolgelandschaft. Viele wasserwirtschaftliche Aspekte der Braunkohlenfolgelandschaft entstehen bereits parallel zum Abbau während der Wiedernutzbarmachung z. B. durch die Schaffung einer neuen Vorflutsituation im rekultivierten Gebiet. Wesentliche Aufgaben der wasserwirtschaftlichen Braunkohlenfolgelandschaft sind jedoch erst nach der Beendigung der bergbaulichen Aktivitäten möglich und dauern oft noch Jahrzehnte an. Die Herstellung eines langfristig wieder ausgeglichenen Wasserhaushalts ist somit eine der langwierigsten Aufgaben im Zusammenhang mit dem Braunkohlenbergbau und benötigt deutlich mehr Zeit als z. B. die Wiederherstellung einer standorttypischen Flora und Fauna. Die wasserwirtschaftliche Braunkohlenfolgelandschaft bietet viele Chancen – und dies gilt sowohl für die Natur als auch den Menschen als Teil dieser Natur und mit seinen Ambitionen in der Freizeitgestaltung sowie im wirtschaftlichen Handeln. Die Rekultivierungsgebiete eröffnen der Region wasserwirtschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten, die ihnen die häufig dichtbesiedelte und an die diversen Nutzer vergebenen Räume sonst oft nicht bieten. Die optimale Nutzung dieser Gestaltungsmöglichkeiten ist eine ebenso schöne wie anspruchsvolle Aufgabe der damit Betrauten und sie sollten sie entsprechend verantwortungsvoll ausfüllen. Dass dies bereits gelingt und wie dies auch in Zukunft fortgesetzt werden kann, zeigt der Beitrag auf.

Keywords

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