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Ansatzpunkte für eine geologische Fachplanung

Liebsch-Dörschner, Thomas

Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien, Veröffentlichungen Heft 30 (2014), p. 65 - 72

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published: Jun 1, 2014

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Kurzfassung

Geowissenschaftliche Planungsgrundlagen und Fachplanungen werden durch die Staatlichen Geologischen Dienste der Länder (SGD) erarbeitet. Die Grundlagen hierfür sind Punkt-, Linien- und Flächendaten (wie Bohrungen, seismische Sektionen, Strukturkarten, petrophysikalische Daten) sowie die spezifischen Auswertungen und Bewertungen der Rauminformation der SGD. Auf diesen Grundlagen können für verschiedene Nutzungsoptionen, wie beispielsweise tiefe hydrothermale Geothermie oder Energiespeicherung mit den jeweiligen spezifischen Anforderungen, Potenzialräume auf der Basis von geologischen Kriterien abgeleitet werden. Da die Daten sehr heterogen im Raum verteilt und von unterschiedlicher Qualität sind, unterliegt die Abgrenzung dieser Räume einer Unschärfe. Deshalb können Flächen- oder Raumdarstellungen überwiegend nur in kleinmaßstäblichen Kartenwerken (1:300.000 – 1:1.000.000) für die jeweilige Nutzung in den Ländern sinnvoll erstellt werden. Zum besseren Verständnis des unterirdischen Raumes stellen parametrisierte geologische 3D-Modelle die Grundlage für weitergehende Betrachtungen von Nutzungen, Nutzungsoptionen und Nutzungskonkurrenzen dar. In Verbindung mit noch zu entwickelnden Prognosemodellen lassen sich so mögliche Auswirkungen erfassen, bewerten und in eine geologische Fachplanung integrieren.

Keywords

geologische FachplanungPunkt-Linien- und FlächendatenSGD