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Recycling von Seltenen Erden- und High-tech-Metallen

Rombach, Elionor; Kruse, Stephanie; Friedrich, Bernd

Kurzfassung

Der Erfolg Deutschlands als Industriestandort mit Hochtechnologie basiert auf dem Können, Spitzenprodukte zu erzeugen. Im Bereich innovativer, umweltfreundlicher Technologien ist absehbar, dass der Ressourcenbedarf an Metallen und Energieträgern in Zukunft steigen wird. Dies ist u.a. dadurch zu begründen, dass die Bandbreite an Rohstoffen für Hightech-Produkte stetig größer wird. Schon jetzt ist die Hebelwirkung der sogenannten wirtschaftsstrategischen Metalle in importabhängigen Volkswirtschaften wie Deutschland so groß, dass bei einem Versorgungsengpass ganze Wertschöpfungsketten lahmgelegt werden können. Der optimalen Nutzung limitierter Ressourcen für einen langfristigen Technologieerfolg kommt demnach eine besondere Bedeutung zu. Insgesamt ist das Wissen um diese hinsichtlich ihrer Versorgungslage von der EU-Kommission im Juli 2011 als „kritisch“ eingestuften Metalle unzureichend. Für die zu untersuchenden Gesamtprozessketten, von der Lagerstätte bis hin zur Metallurgie und dem Recycling, besteht ein unbestritten hoher Forschungsbedarf. Hier sind Bildungseinrichtungen wie die RWTH Aachen University gefordert, durch interdisziplinäre Erweiterung, Vernetzung und Fokussierung ihrer Rohstoffkompetenz, Lösungsstrategien zu erarbeiten. Die folgenden Beispiele zur Entwicklung ressourceneffizienter Kreislauf-/Recyclingstrategien für Permanentmagnete (Selten-Erd-Elemente), Dünnschicht-Solarmodule (Tellur, Indium, Gallium) und Altbatterien (Lithium) geben hierzu einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte des IME Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling.

Keywords

HochtechnologieVolkswirtschaftPermanentmagneteSolarmodule