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Tenside zur In-situ-Grundwassersanierung. Stand der Technik, Planung, Implementierung

[Using surfactants for in-situ groundwater remediation]

Danzer, Jörg; Herbert, Mike

altlastenforum Baden-Württemberg e.V., Schriftenreihe Heft 3 (2000), p. 1 - 20

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published: Aug 16, 2000

DOI: 10.1127/altlastenforum/3/2000/1

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Kurzfassung

Viele Standorte sind mit organischen Ölen und chlorierten Kohlenwasserstoffen kontaminiert und emittieren Schadstoffe in das vorbeifließende Grundwasser. Sie sind mit herkömmlichen Sanierungsverfahren in ökonomischen Zeiträumen nicht zu sanieren. Die Tensidtechnologie zur In-situ-Grundwassersanierung gibt die Möglichkeit Phasenkörper in deutlich kürzeren Zeiträumen aus dem Grundwasser zu entfernen. Tenside können aufgrund ihrer Eigenschaften die Auflösung des Öls beschleunigen ("Solubilisierung") oder es durch die Herabsetzung der Grenzflächenspannung zum Fließen bringen, damit es abgepumpt werden kann ("Mobilisierung"). Sie können aber auch - adsorbiert im Grundwasserleiter (Aquifer) - als "Sorptionssperre" zur Entfernung von Schadstoffen und damit zur Abstromsanierung genutzt werden. Da es sich um ein In-situ-Verfahren handelt, fällt kein kontaminierter Aushub an. Der Schadensherd ("Ölseen" in und auf dem Grundwasser sowie Öl "verschmiert" in kleinen Tröpfchen) kann bis auf geringe Restgehalte entfernt werden. Die Sanierungszeit verringert sich von mehreren Jahrzehnten auf wenige Jahre bis Monate (Mobilisierung). Die Technologie ist prinzipiell auch für überbaute Standorte geeignet.

Keywords

altlastensanierungin-situCKWpollutant removaltenside