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Untersuchungen zur Verbreitungsbiologie einiger Moose I

Hegewald, Eberhard

Herzogia Band 1 Heft 1 (1968), p. 19 - 24

13 references

published: Sep 16, 1968

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Kurzfassung

Von Correns wird 1898 Dicranum scoparium "lusus" saltans beschrieben. Das in der systematischen Nomenklatur nicht gültige "lusus" wird von Mönkemeyer durch "forma" ersetzt. Diese f. saltans ist charakterisiert durch die orthophylle Beblätterung, die Brüchigkeit der Sproßspitzen und das völlige Fehlen von Sexualorganen. In den Kulturen der Bruchstücke wurde nur spärlich Protonema gebildet und sehr selten wurden Protonemaknospen angelegt. Das Weiterwachsen der Hauptsprosse erfolgte, ebenso wie bei f. "vulgaris", optimal im pH-Bereich 4,4-5,0. Anatomisch und morphologisch konnten gegenüber f. orthophyllum keine Unterschiede gefunden werden. Während die Art holarktisch verbreitet ist und ein isoliertes Vorkommen auf Neuseeland besitzt, ist die f. saltans bisher nur aus dem südlichen Skandinavien, Lettland, Deutschland, Südtirol, CSR, Ungarn und Rumänien bekannt.

Abstract

Forma saltans (Correns) Mönkemeyer of the well known Dicranum scoparium Hedw. was described by Correns as lusus and is characterized by the orthophyllous leaves, the fragility of the steam-apices, the complete absence of gametangia. Cultivated apices develop sparsely protonema and very rarely buds. They grow by continuation of the apices, best at a pH of 4,4-5,0. There are no other anatomical and morphological differences to the normal form. The f. saltans spreads vegetatively in dry woods, for instance around Berlin, and is distributed over many countries of Europe.

Keywords

Dicranum scoparium f. saltanslususpHmorhpologyanatomyspreading