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Lecanora picea und Lecidea praeruptarum, zwei verkannte und übersehene Arten, auf den Quarziten des Harzes

Ullrich, H.; Poelt, J.

Herzogia Band 1 Heft 1 (1968), p. 73 - 77

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published: Sep 16, 1968

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Kurzfassung

Krustenflechten sind im allgemeinen sehr substratspezifisch. Die scharfe Trennung von silicicolen und calcicolen Gesteinsbewohnern ist bekannt. Innerhalb der silicicolen, zugleich acidiphilen finden sich Arten, die etwa Sandstein bevorzugen, andere, die auf weiche Schiefer beschränkt sind; wieder andere siedeln auf Graniten und Gneisen mäßig harter Konsistenz, d.h. mit viel Feldspat und Glimmer, eine weitere Gruppe ist schließlich spezialisiert auf die härtesten, ganz überwiegend aus Quarz bestehenden Gesteine bzw. Gangfüllungen, etwa Quarzite und besonders quarzreiche Granite und Gneise. In diese Gruppe, für die vor allem die Verwandtschaft von Lecideacyathoides Ach. (siehe Magnusson 1925) bezeichnend ist, gehören die beiden folgenden Arten, die wir hier erstmalig für den Harz vorstellen können. Da sie in der mitteleuropäischen Literatur kaum auftauchen und meist nur sehr ungenügend oder sogar falsch beschrieben sind, hielten wir eine etwas eingehendere Behandlung für angebracht.

Keywords

Lecanora piceaLecidea praeruptarumsubstratecalcicolouslichen