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Übersicht zur Bryogeographie Süd Westdeutschlands unter besonderer Berücksichtigung der Arealtypen

Düll, R.

Herzogia Band 1 Heft 3 (1969), p. 215 - 320

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published: Jul 30, 1969

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Kurzfassung

Die Moosflora Südwestdeutschlands (574 Musci und 204 Hep.) - nach der bayerischen Moosflora (847 A.) die reichste ganz Deutschlands (81% der deutschen Arten) - wird erstmalig als Ganzes hinsichtlich ihrer azonalen, wie ihrer zonalen Verbreitung untersucht. Hierbei werden die einzelnen Höhenstufen (Ebene bis subalpine Stufe) und die 6 verschiedenen Landschaften mit ihren Untergebieten durch ihren spezifischen Artenbestand, wie auch mit Hilfe von Arealtypenspektren charakterisiert. Es wurde bestätigt, daß auch die Moosflora eindeutige Beziehungen zur Umwelt und Florengeschichte der einzelnen Untersuchungsgebiete aufweist. In Bezug auf die Gesamtverbreitung (holarktische A. = 52 %) der südwestdeutschen Moos-Arten ergaben sich fast die gleichen prozentualen Anteile, wie sie von F. Koppe für Niedersachsen errechnet wurden, was auf die gemeinsame Florengeschichte Mitteleuropas hinweist. Innerhalb Südwestdeutschlands hat azonal die untere Bergstufe (660 A.) und zonal der Schwarzwald (617 A.) die artenreichste und interessanteste Flora.

Abstract

The bryoflora of South West Germany with 574 mosses and 204 hepatics (= 81 % of german species) has now been described for the first time with regards to its zonal and azonal distribution. The six different regions and their sub-regions as weIl as each altitude level are described by giving characteristic species. It is confirmed, that there are distinct relationships between bryoflora and environment and flore-history of the territories explored.

Keywords

south west germanyhepaticae