Original paper

Die Kupfererzlagerstätte bei Wattenheim. Nachtrag zu dem vorjährigen Bericht.

Thürach, H.

Kurzfassung

Die Kupfererzlagerstätte bei Wattenheim, bezw. die sie einschließende Kupfererzmutung "Eichins Kupferberg" hat durch Herrn Professor Max Krahmann eine wiederholte sachverständige Bearbeitung erfahren, die eine Besprechung erfordert, da sich seine Ausführungen auch gegen die Darstellung wenden, die ich in dem vorjährigen Berichte des Vereins gegeben habe. In seinem ersten Gutachten vom 4. Juni 1909 bezeichnet Herr Krahmann den die Kupfererze führenden Ton als "von wohl meist tertiärem Alter". Die Tonbank soll nach ihm eng begrenzt sein, weil sie von 2 parallelen Schwimmsandklüften abgeschnitten ist. Diese Klüfte fallen aber mit der Verwerfung zusammen, die von Altleiningen nach Wattenheim das Gebirge durchsetzt und liegen wie diese nur auf der einen Seite, südwestlich der Kupfererzlagerstätte. Die weitere Verbreitung der Tonbank konnte Krahmann nicht feststellen, da ihm die geologische Beschaffenheit des Gebietes sehr wenig bekannt war. Die im Kupferlettenflötz vorkommenden Kupfererze fand er nur in sehr geringen Mengen, Malachit und Kupferlasur nur auf den Spaltrissen und nur als Anflüge, Rotkupfererz nur als winzige braunrote Partikelchen. Die Körner und radialstrahligen Kügelchen von Lasur und Malachit, die im Ton stecken und die allein die früheren Bergleute ausgewaschen und dann ausgelesen und verhüttet haben, in solcher Menge, daß sie in 5 Jahren 3000 Zentner davon gewonnen haben, welche 1200 Zentner Kupfer und 600 Pfund Silber lieferten, diese Formen von reicheren Ablagerungen von Kupfererzen hat er anscheinend überhaupt nicht gesehen.

Keywords

kupfererzlagerstättewattenheimschwimmsandtonmalachitgermany