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Beiträge zur Kenntnis der fossilen Flora des südwestlichen Deutschland

Frentzen, K.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 12 (1923), p. 31 - 45

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published: Jan 1, 1923

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Kurzfassung

Pflanzenfossilien gehören im germanischen Muschelkalk ganz allgemein zu den Seltenheiten. Ein von mir beschriebenes Koniferenholz aus dem Muschelkalk von Hohenwettersbach ist zwar strukturbietend, doch sind die anatomischen Einzelheiten nicht hinreichend erhalten, daß es genau bestimmbar wäre. Ich habe das erwähnte Fossil seiner Zeit, wie die neueren Funde zeigen, mit Recht mit der Sammelgattung Dadoxylon in Verbindung gebracht. Neuerdings habe ich aus dem Wellendolomit von Söllingen im Pfinztale ein ziemlich großes Stück Koniferenholz erhalten, das alle Feinheiten des anatomischen Baues im Dünnschliffe erkennen läßt. Wenn ich dieses Holz an dieser Stelle näher beschreibe, so geschieht dies aus zwei Gründen. Bei der Seltenheit des Vorkommens anatomisch untersuchbarer Koniferenhölzer in Schichten alt- und mitteltriadischen Alters, sind wir über die Stammesgeschichte dieser Pflanzengruppe, soweit sie sich in dieser geologischen Epoche abspielte, heute noch durchaus im Unklaren. Zwischen dem älteren Perm mit den anatomisch wohl erhaltenen Kieselhölzern des Rotliegenden einerseits und dem Oberkeuper bzw. Jura mit ihren nicht gerade seltenen strukturbietenden Resten, klafft vorläufig eine Lücke, deren Ausfüllung anzustreben ist. Weiter sind die Koniferenhölzer des Muschelkalkes (und Buntsandsteins) hinsichtlich der Frage der Zuwachszonenbildung an fossilen Hölzern von besonderem Interesse. Ich werde auf diesen Punkt im zweiten Teile meiner diesjährigen Beiträge näher eingehen.

Keywords

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