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Ueber die geologische Stellung der Münchberger Gneismasse

Wurm, A.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 12 (1923), p. 80 - 87

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published: Jan 1, 1923

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Kurzfassung

In dem geologischen Werdegang der Münchberger Gneismasse müssen zwei Entwicklungsphasen scharf unterschieden werden, die gleich bedeutungsvoll für die Herausbildung der heutigen Erscheinungsform der Gneismasse sind: der ur­sprüngliche Bildungsprozeß und die tektonische Umgestaltung. Die Münchberger Gneismasse stellt ein altes Grundgebirge dar, in dem eruptive und sedimentäre Bestandteile in mannigfacher Wechsellagerung miteinander verbunden sind. Granitische Gesteine von richtungslos gleichkörniger Beschaffenheit oder nur wenig ausgeprägter Paralleltextur tauchen an vielen Stellen aus den Gneismassen auf, allbekannt ist das Vorkommen vom Eisenberg bei Waickenreuth; zumeist haben sie nur örtlich beschränkte Ausdehnung (Böseneck östlich Marktschorgast, am Galgenberg bei Kupferberg, bei Gundlitz, zwischen Grundmühle und Ziegenburg). In die Ganggefolgschaft dieser Granite gehören Pegmatite, welche die ganze Gneismasse durchschwärmen und mineralogisch durch besonders große Muskovittafeln ausgezeichnet sind. (Eiben bei Weisdorf usw.) Neben granitischen Gesteinen treten auch basische von gabbroartigem Habitus auf (z. B. am Steinhügel bei Falls, bei Martinsreuth östlich Konradsreuth). Sie werden von Pegmatitgängen durchtrümmert und gehören deshalb einer älteren Intrusionsphase wie die Granite an.

Keywords

gneismünchberggranitpegmatitmuskovitgermany