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Ueber Chamosit und Thüringit von Schmiedefeld (Thüringen) und ihre genetischen Beziehungen

Berz, Karl C.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 12 (1923), p. 20 - 31

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published: Jan 1, 1923

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Kurzfassung

In den Schichten des Untersilurs des Thüringer Waldes finden sich als größere und kleinere Einlagerungen zwischen Tonschiefer und Quarziten eisenhaltige Gesteine, deren hauptsächliche Bestandteile als Chamosit und Thüringit bezeichnet werden. Bei Schmiedefeld ist das Eisensteinvorkommen am besten aufgeschlossen, und der Chamosit wird dort als Eisenerz abgebaut. Das Chamosit- und Thüringitvorkommen von Schmiedefeld hat schon sowohl vonseiten von Loretz als auch von Zalinski eine eingehendere Darstellung gefunden. Bei beiden Autoren finden sich aber noch viele Unklarheiten besonders bezüglich der gegenseitigen Beziehungen von Thüringit und Chamosit, so daß eine erneute Durcharbeitung des Materials sich zur Klärung dieser Frage als notwendig erwies. Im Strukturbild wie auch in der stofflichen Zusammensetzung zeigen die beiden Chamositlager bei Schmiedefeld ziemliche Unterschiede. Das chamositische Eisenerz des Hauptlagers besteht aus einer dichten, schieferigen, dunkelgrünen bis graugrünen Masse, die lagenweise mehr oder weniger reichlich schwarzgraue Oolithe von im allgemeinen gleicher Größe eingeschlossen enthält. Die Oolithe zeigen verschiedenen Aufbau. Neben solchen ohne jede Differenzierung finden sich andere konzentrisch-schalige Gebilde, wobei jedoch in den Schalenzonen nie radialfaserige oder strahlige Struktur zu beobachten ist.

Keywords

chamositthüringitschmiedefeldthüringengermanysilur