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Ergebnisse einer Neubearbeitung eines Teiles der Fauna von Mauer a. d. Elsenz

Rüger, L.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 16 (1927), p. 134 - 135

published: Apr 1, 1927

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Kurzfassung

Die Aufsammlungen der letzten Jahre zeigten bei den Ursiden, daß der bis jetzt als sehr selten angesehene Ursus Deningeri v. Reich. zahlenmäßig weitaus den kleinen Ursus arvernensis Croizet übertrifft. In den Mosbacher Sanden tritt Ursus Deningeri ausschließlich auf. Die genaue Untersuchung der Deningeri-Reste von Mauer zeigte nun, daß diese viel stärkere speläoide Merkmale besitzen als die von Mosbach. Zu demselben Ergebnis kommt Soergel, (Zeitschr. d. d. geol. Ges. Bd. 77. 1925) bei einem in Tübingen liegenden Deningeri-Unterkiefer von Mauer. In der gleichen Arbeit beschreibt Soergel einen mesognathen Kiefer aus den Tonen von Jockgrim, welcher sich gegenüber den Mosbacher Resten als bedeutend primitiver erwies. Die von Soergel, festgestellte zeitliche Einordnung des Jockgrimer Tonlagers, welches der Etephas meridionatis-trogontherii-Fauna von Mosbach entspricht, macht es zur Sicherheit, daß der Jockgrimer Bär eine ältere Form im Deningeri-Kreis darstellt und es sich nicht etwa um eine Standortserscheinung oder individuelle Abweichung handelt.

Keywords

FaunaMauer a.d. ElsenzGermany