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Über Flugsandbildungen mit Kiesrückständen in der Rheinpfalz

Häberle, D.

Kurzfassung

Bekanntlich können Inlanddünen nur während einer Trockenperiode, die naturgemäß ein Verkümmern bezw. gänzliches Vergehen der Vegetation zur Folge hatte, und nur in einer Gegend entstehen, die dem ungehinderten Angriff des vorherrschend aus einer Richtung wehenden Windes zugängliche, mit trockenem und lockerem Sande bedeckte Fläche darbot. Otto Wilckens stellt außerdem noch die Forderung auf, daß im Wasser abgelagerte Sande nur dann ausgeweht werden können, wenn sie zuvor durch fließendes Wasser ausgewaschen und ihrer tonigen Bestandteile und damit ihrer Bindigkeit beraubt sind. Diese Voraussetzungen sind für die schon länger bekannten Flugsandbildungen in der Rheinebene und in der Westpfälzer Moorniederung gegeben. Auch im Pfälzerwald und in den breiten Alluvialgründen der Südpfalz und des nördlichen Elsaß treten solche Bildungen auf, doch entziehen sich diese niedrigen Hügel in den Waldungen unter der dichten Vegetationsdecke meist einer unmittelbaren Beobachtung und nur darin angelegte Sandgruben oder Wegeeinschnitte verraten ihre Natur. Dasselbe gilt für das erst kürzlich festgestellte große Dünenfeld in der Senke von Kaiserslautern, wo solche fossile Bildungen in einer Länge bis zu 300 m und in einer Höhe bis zu 4 m vorkommen. Ganz eigenartige Verhältnisse zeigt die eine Fortsetzung der Senke gegen NO bildende Hochfläche von Alsenborn-Enkenbach-Neukirchen-Sembach, wo mittlerer und unterer Buntsandstein sowie Oberrotliegendes ausstreichen.

Keywords

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