Original paper

Beitrag zur Geschichte des Schmiech-Blautales

Wagner, Georg; Sihler, H.

Kurzfassung

Vor zwei Jahren habe ich die Entwicklung des alten Donaulaufes von Untermarchtal über Kirchen nach Ehingen und von da über Schmiechen-Blaubeuren nach Ulm eingehend dargelegt. (Junge Krustenbewegungen im Landschaftsbilde Süddeutschlands, Öhringen 1929.) Fast zur selben Zeit hat auch R. Gradmann die Frucht langjähriger Beobachtungen niedergelegt (Durchbruchsberge, Zeitschr. d. Ges. f. Erdk. Berlin 1928), der für die zahlreichen Talzüge zu derselben Deutung kommt wie ich; nur wo er den bisherigen geologischen Befunden zu großes Vertrauen schenkte (Zeitpunkt der Räumung des Tales, Weißjurariegel im Talzug von Urspring, der in Wirklichkeit nur ein Schuttkegel ist), hat er seine damalige Stellung geändert und meinen Ergebnissen zugestimmt (ebenda 1929). In derselben Zeitschrift (1929) bringt auch E. Wunderlich eine wohlverklausulierte und widerspruchreiche Arbeit "Zur Entwicklung des Schmiech-Blautals", die vielfach zu unmöglichen Vorstellungen führt und schon von Gradmann abgelehnt worden ist. Er bestreitet, daß die Donau in der Eiszeit überhaupt noch den Weg über Blaubeuren habe wählen können, weil der Schuttkegel der Schmiech ihr diesen Notausgang schon verbaut gehabt hätte.

Keywords

donaulaufschmiechweißjurariegeleiszeitgermany