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Die Herkunft der Kieselhölzer in diluvialen und rezenten Neckarschottern

Pfeiffer, Wilhelm

Kurzfassung

Aus den Höhenschottern der Umgegend von Kochendorf erwähnt Koken verkieselte Araukarienhölzer, als deren ursprüngliche Lagerstätte er Rotliegendes bezw. Buntsandstein annimmt. Ebenso spricht Brill in einer Arbeit über "Geröllfunde aus hochliegenden Schottern im Kraichgau" 1924 die Vermutung aus, ein Kieselholz vom Schrammbiegel, bei Gundelsheim stamme aus dem Rotliegenden; er zieht daraus Schlüsse auf die Morphologie des Flußnetzes zur Diluvialzeit. Heubach stellte diesen Irrtum, denn um einen solchen handelt es sich, kurz nachher richtig, indem er darauf hinwies, daß das fragliche Kieselholz wohl eher aus dem Stubensandstein, denn aus dem Rotliegenden herrühre, eine Meinung, der sich auch Brill anschloß. Verkieselte Hölzer aus dem Schilfsandstein, wie sie Brill aus dem Kraichgau erwähnt, sind in Württemberg bis jetzt nicht bekannt geworden; sie sind hier nach der Art des Gesteins und des Erhaltungszustands der Pflanzenversteinerungen auch wenig wahrscheinlich.

Keywords

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