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Wühlmausreste aus den altdiluvialen Sanden von Mauer a. d Elsenz

Heller, Florian

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 23 (1934), p. 139 - 144

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published: Mar 1, 1934

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ArtNo. ESP151002300004, Price: 6.20 €

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Kurzfassung

Die berühmte Fundstelle altdiluvialer Säugetierreste in der Sandgrube am Grafenrain bei Mauer a. d. Elsenz hatte bisher trotz fleißiger Durchforschung seitens des geologischen Instituts der Universität Heidelberg keinerlei Spuren einer Kleinsäugetierfauna erkennen lassen. Das war um so auffallender, als in den nahezu gleichaltrigen Ablagerungen von Mosbach bei Mainz Reste von Wühlmäusen und anderen kleinen Wirbeltieren nicht gerade selten vorkommen. Für mich bestand schon seit längerer Zeit kein Zweifel mehr, daß auch die Sande von Mauer eine Mikrofauna enthalten und ich war überzeugt, daß bei noch gründlicherer Untersuchung der Ablagerungen solche Reste wirklich zum Vorschein kommen werden. Einige interessante Funde, die ich anläßlich der letzten Tagung der Palaeontologischen Gesellschaft in Heidelberg (September 1933) machen konnte, bestätigten die Richtigkeit meiner Vermutung. Eine Exkursion führte die Versammlungsteilnehmer auch in die eingangs erwähnte Sandgrube am Grafenrain bei Mauer. Die gerade frisch aufgeschlossenen unteren Partien der Sande erregten meine besondere Aufmerksamkeit und schon nach kurzer Zeit gelang es mir, das Fragment eines Schneidezahnschmelzbelages, der wahrscheinlich einer Microtus-Art zugeschrieben werden muß, aus dem Sand herauszulesen. Bald darauf kam ein Arvicola-Unterkieferfragment zum Vorschein, dem ich besondere Wichtigkeit beimesse, weshalb über diesen Fund etwas eingehender berichtet werden soll. Zunächst galt es den einwandfreien Beweis dafür zu erbringen, daß die aufgefundenen Wühlmausreste auch tatsächlich den Mauerer Sanden und nicht etwa den darüber liegenden Löß-Schichten entstammen.

Keywords

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