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Die geologischen Ergebnisse des Tunnelbaus durch den Lorettoberg bei Freiburg i. Br.

Brill, Richard

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 23 (1934), p. 88 - 106

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published: Mar 1, 1934

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Kurzfassung

Die in den letzten Jahren immer größer werdenden verkehrstechnischen Schwierigkeiten haben die Verlegung der durch das Stadtgebiet führenden Höllentallinie unabwendbar gemacht. Mit der Ausführung des schon vor dem Kriege geplanten Baues wurde im Herbst 1928 begonnen. Als erstes und Hauptstück der neuen Linie wurde die Durchtunnelung des Lorettoberges in Angriff genommen. Sie ergab - wie zu erwarten war - reiche Aufschlüsse über den Gebirgsbau an der für das Verständnis der Tektonik des ganzen Oberrheintalgrabens so überaus bedeutsamen Stelle. Die große Rheintalrandverwerfung durchzieht in seiner Längsrichtung von NNO nach SSW den Berg. Er setzt sich somit aus 2 grundverschiedenen Bauelementen zusammen. Sein Osthang gehört schon, aus Gneis bestehend, ganz dem Grundgebirgskörper des Schwarzwalds an, während der W-Hang samt seiner Kuppe geologisch bereits der Vorbergzone zuzurechnen ist. Hier bildet nämlich, an der Verwerfungsspalte aufgeschleppt, eine Scholle von Buntsandstein den Hang, dem sich nach W zu alsbald die höheren mesozoischen Schichten auflegen, wie sie zunächst am Schönberg zu beobachten sind. Der Bau wurde nach der sog. neuen österreichischen Bauweise durchgeführt. Danach wird, nach der Vorrichtung durch einen Sohl- und Firststollen, die ganze Tunnellänge in fast durchweg gleichlange Zonen aufgeteilt. An 3 verschiedenen Stellen zugleich wurde alsdann mit dem Vollausbruch des gesamten Stollenprofils von 9 m Höhe, gleicher Breite und 8 m Zonenlänge begonnen.

Keywords

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