Original paper

Alces latifrons Johns, aus einer Terrasse mit Elephas trogontheri primigenius

Weiler, Wilhelm

Kurzfassung

Bei dem Dorfe Kriegsheim im Kreise Worms liegt über weißen, tonhaltigen Sanden, die nach noch nicht veröffentlichten Untersuchungen von Herrn Dr. Bartz-Senff, Berlin, jünger sind als unterpliozän, eine altdiluviale Terrasse des dort vorbeifließenden Pfrimmbaches (Weiler 1931). An der Ostwand der zur Sandwäscherei Kriegsheim gehörigen Grube kann man ein klares Terrassenprofil erkennen. Unter einer von Sandnestern durchsetzten unregelmäßig mächtigen Schicht unreinen Lößes, der nach dem Plateau zu in äolischen Löß übergeht, liegen rund 7 m Pfrimmschlick, darunter über aufgearbeitetem Pliozän 7-8 m Pfrimmterrasse. Die Terrasse macht trotz ihrer abnormen Mächtigkeit einen durchaus einheitlichen Eindruck. Sie besteht an der Basis aus groben Schottern. Besonders große Gerölle liegen in den im Pliozän ausgewaschenen Taschen. Nach oben zu wird die Größe der Gerölle allmählich geringer, bis sich schließlich Kies-Sande einstellen, denen gelegentlich in der ehemaligen Flußrichtung sich erstreckende Schlickstränge eingeschaltet sind. Ungefähr 200 cm unter der Oberkante wird die Terrasse von einer etwa 100-120 cm mächtigen rostbraun verfärbten, an Eisen- und Mangansalzen reichen Zone durchzogen. Da nirgends auch nur die leiseste Spur einer Aufarbeitung innerhalb der Terrasse zu beobachten ist, scheint diese Verfärbung nicht durch eine vorübergehende Stillstandslage, sondern durch Sickerwasser-Tätigkeit bedingt zu sein, um so mehr, als dieselbe Erscheinung auch bei jüngeren Terrassen der Pfrimm zu beobachten ist.

Keywords

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