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Die Lias-Doggergrenze an der Röthe nördl. von Freiburg i. Br.

Guenther, Ekke

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 24 (1935), p. 91 - 99

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published: Apr 1, 1935

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Kurzfassung

Die Schichten, die an der Grenze von Lias zu Dogger liegen, sind bis heute im badischen Oberland nur wenig bekannt. An Hängen, wo sie bisweilen angeschnitten wurden, waren sie infolge ihrer tonig-mergeligen Beschaffenheit stets verrutscht, so daß bei weitgehender Verlagerung bestenfalls eine Anzahl der kennzeichnenden Fossilien geborgen werden konnten. So fand Steinmann (1899) im Lias zeta des Schönbergs bei Freiburg neben einer Anzahl von Harpoceraten den Lytoceras Germaini und jurense, sowie einen Polymorphier, den er als Amaltheus sternalis veröffentlichte. Erneut bestimmt, - auch an der Röthe fand sich ein Exemplar - ließ sich zeigen, daß es sich hier um die von Renz veröffentlichte Var. suevica des Paroniceras Buckmanni Bonarelli handelte. Schnarrenberger (1915) beschreibt ein Vorkommen an der Pälmersten (Blatt Kandern), wo aus dunklen Tonen und Mergeln meist verkieste aber auch verkalkte Fossilien des Lias zeta nach Regengüssen herausgewaschen wurden, in erster Linie Belemniten, so daß man geradezu von Belemnitenmergeln sprechen könne. Den Opalinuston schätzt Schnarrenberger, wie auch später Deecke (1916), auf 80 m Mächtigkeit. Eine Zusammenfassung über die Kenntnis des Opalinustons brachte Deuss (1925), ohne jedoch ein Profil geben zu können. Nagelkalke und Septarien, so sagt er, fehlen völlig. Eine Oberregion mit Trigonia navis läßt sich nicht abtrennen, da diese in unserem Gebiet bisher noch nicht gefunden wurde.

Keywords

liasdoggerröthefreiburgmergellytoceras germainiamaltheus sternalisbelemnitenopalinustontrigonia navisgermany