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Zur Kenntnis des Lias Delta (Amaltheenschichten) der Langenbrückener Senke

Bessler, J.

Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 24 (1935), p. 82 - 90

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published: Apr 1, 1935

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Kurzfassung

Die Amaltheenschichten sind, wie zu Zeiten von Deffner und Fraas (1859), in der Langenbrückener Senke auch heute noch nirgends durch natürliche Aufschlüsse gut entblößt. Die seichten Gräben beiderseits des Weges, der längs des "Schemels" von Zeutern nach Langenbrücken führt, schneiden die Amaltheenschichten an. Dieses unbedeutende Vorkommen, das auch Benecke und Cohen (1881) und Thürach (1902) bekannt war, bietet aber keinen genaueren Einblick in die Schichtenfolge. Ein neuer bemerkenswerter Aufschluß in der Malscher Tongrube an der Landstraße Heidelberg-Karlsruhe kommt für feinstratigraphische Untersuchungen nicht in Betracht. Hoffmann (1933) hat ihn untersucht und eine Liste der von ihm gesammelten Fossilien gegeben. Es handelt sich dabei nach Rüger (1928) um eine nur 10 m breite Scholle, die durch Verwerfungen einerseits von Mergeln der Pechelbronner Schichten, andererseits von roten Keupermergeln getrennt ist. Die blaugrauen Tone sind sehr stark gequält, so daß ein Profil nicht aufgenommen werden kann. Nachdem von Frentzen (1934) die Amaltheenschichten des Gebietes zwischen Aselfingen und Aalen genau untersucht und gegliedert worden sind, erschien es wünschenswert, das gleiche für das Gebiet der Langenbrückener Senke durchzuführen, um Anschluß an die westlichen Vorkommen dieser Stufe, vor allem in Lothringen, zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurde von mir der Lias delta durch eine Grabung erschlossen. Die Grabungsstelle lag am Nordausgang von Zeutern an der Straße nach Langenbrücken am Punkte, "1 4" der Geologischen Specialkarte des Großherzogtums Baden, Blatt Nr. 47, Odenheim.

Keywords

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