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Eine Fundstelle diluvialer Raubtierreste bei Jagsthausen

Hornung, Hermann

Kurzfassung

In den Jahren 1933/34 wurde durch den Freiwilligen Arbeitsdienst in dem württembergischen Pfarrdorf Jagsthausen O. A. Neckarsulm eine neue Straße gebaut. Um Schottersteine für diesen Straßenbau zu gewinnen, wurde 1,3 km östlich des Dorfes nahe der Kreuzung der neuen Straße ins Gewand Kay mit dem Feldweg ins Gewand Pfaffenwald zwischen zwei Trockentälchen ein kleiner Steinbruch angelegt. Die Trockentälchen vereinigen sich wenig unterhalb (westl.) dieser Stelle und führen dem Jagsttal zu. Geologisch befinden wir uns im oberen Teil des Hauptmuschelkalkes; die nahe Oberfläche wird von den Schichten der Lettenkohle gebildet. Am Aufschluß fällt die Geländeoberfläche nach drei Seiten ein: in Richtung der beiden Trockentälchen (nach NW bzw. SW) und gegen Westen, gegen den Zusammenfluß derselben. Durch den Steinbruchbetrieb wurde hier eine Anhäufung von Muschelkalkblöcken und -platten sowie weniger zahlreichen Stücken von Lettenkohlesandstein mit Lehm dazwischen angeschnitten; diese Gesteinsstücke richten sich in ihrer Lagerung mehr oder weniger nach dem Einfallen der Geländeoberfläche. Der Aufschluß hatte in der Mittelachse der Längsrichtung (von SW-NO) eine Ausdehnung von 11 m. 6,50 m vom Beginn desselben zog sich quer durch den Aufschluß in NW-SO-Richtung eine im Durchschnitt 2 m breite und 0,40-0,50 m mächtige Schicht mit Resten diluvialer Tiere hin.

Keywords

diluvialJagsthausenwürttembergHauptmuschelkalkLettenkohle