Original paper

Praeovibos aus den Mosbacher Sanden. (Praeovibos schmidtgeni nov. sp.)

Schertz, Eduard

Kurzfassung

Aus den Mosbacher Sanden, die gerade in den letzten Jahren durch die sorgsame Überwachung durch Herrn Prof. Schmidtgen eine Anzahl von neuen Tierformen geliefert haben, liegt seit September 1936 der Schädel eines Moschusochsen vor. Erhalten ist die Calvaria, mit den beiden, wenn auch nicht vollständigen Hornzapfenkernen; von den Orbiten ist nur die obere Umrandung vorhanden, auch die frontalia sind nicht mehr vollständig. Fundstelle ist die Grube Kümmel; das Stück stammt aus der Trogontherii-Zone. Erhaltungsart ist die für Mosbach typische. Nach Andree haben wir es im Diluvium mit folgenden Vertretern der Ovibonen zu tun: Ovibos moschatus. Die Unterart moschatus Zimmermann kommt seit dem Mitteldiluvium vor, die Unterart wardi Lyddekker seit dem Altdiluvium. Ovibos kahrsi (Edinger) nur im Mitteldiluvium, Praeovibos priscus staudinger nur im Altdiluvium. Zu den wenigen geologisch ältesten Funden der Gattung Praeovibos gehört auch das vorliegende Stück. Denn die besondere Ausbildung der Hornkerne zeigt uns sofort, daß es Beziehungen zu Praeovibos aufweist.

Keywords

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