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Entstehungsgeschichte des Rötzer Beckens (Oberpfälzer Wald) taf:1

Dorn, Paul

Kurzfassung

Durch die im Anschluß an die Regensburger Tagung unserer Gesellschaft (1934) unter Führung von F. Heim stattgefundene Exkursion in das Cham-Bodenwöhrer Gebiet, sowie durch eine darauf fußende Arbeit Georg Wagners (1935), ist das Chamer Becken weitesten Fachkreisen bekannt geworden. Wagner's seinerzeitige Exkursionsbemerkungen, wie auch seine schriftlichen Mitteilungen in dieser Zeitschrift, haben deutlich die Bedeutung des Chamer Beckens für die Frage der jungen Krustenbewegungen im nördlichen Bayrischen Wald gezeigt. Da die Chamer Senke die östliche Fortsetzung der mit mesozoischen Sedimenten noch erfüllten Bodenwöhrer Bucht bildet, letztere aber schon lange, in ihren Andeutungen vielleicht schon seit mesozoischen Zeiten, tektonisch stets gewisse Senkungstendenzen zeigte, ist das heutige geologisch-morphologische Bild der Bodenwöhr-Chamer Senke bis zu einem gewissen Grade verständlich. Eine große Überraschung war es nun für mich, als ich in den Jahren 1935 und 1936 im Rahmen der "G.B.W." die Gradabteilungsblätter Rötz, Tiefenbach und Eslarn zu kartieren hatte und dort, mitten im Kristallin des bayrischen-oberpfälzer Waldes, ein nahezu 200 qkm großes, morphologisch überaus auffallendes Bekken antraf.

Keywords

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