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Vergleichende Untersuchungen der Grund- und Deckgebirgsklüfte im südlichen Odenwald. III. Teil: Das. Gebiet südlich des Neckars bis Nußloch-Meckesheim-Eberbach

Spannagel, Martin

Kurzfassung

Die vorliegende Untersuchung bildet den dritten Teil einer von W. Salomon-Calvi veranlaßten Reihe von Arbeiten, von denen die beiden ersten unter folgenden Titeln erschienen sind: M. Pfannenstiel (1927), Vergleichende Untersuchungen der Grund- und Deckgebirgsklüfte im südlichen Odenwald. I. Teil. Das Gebiet zwischen Schriesheim, Waldmichelbach, Fürth und Heppenheim, und I. Voelcker (1928), ebenso. II. Teil. Das Gebiet zwischen Neckar und Schriesheimer Tal. Als Einleitung zu den drei Arbeiten hat W. Salomon einen Aufsatz erscheinen lassen: Neue Kluft- und Harnischmessungen im südlichen Odenwald (1927). Ich setze im folgenden die Kenntnis dieser drei Arbeiten voraus. Was die Arbeitsmethode betrifft, verweise ich auf den diesbezüglichen Abschnitt der Pfannenstiel'schen Arbeit. Für die Untersuchungen im Deckgebirge bin ich ganz seinem Vorgehen gefolgt. Ich messe von N über O nach S von O bis 180°, reduziere die Messungen des Streichens um den Wert der magnetischen Deklination zur Beobachtungszeit, nämlich um 8°, und stelle sie mit den korrigierten Werten in gleichgroßen Kluftsternen dar. Da im Deckgebirge flache Klüfte kaum vorhanden waren, erwies sich diese Darstellungsart, bei der nur das Streichen, nicht aber das Fallen einer Fläche, verzeichnet wird, ausreichend und gab eine gute Übersicht. Anders im Granit. Flach einfallende Klüfte sind hier ziemlich zahlreich und spielen als tektonisches Element eine sehr wichtige Rolle. Für die Veranschaulichung der Granitklüfte und -gänge wurden daher statt Kluftsternen Diagramme in flächentreuer Azimutalprojektion angewandt. Diese Darstellungsart gibt sowohl die räumlichen Lagebeziehungen der tektonischen Elemente wieder, also bei Klüften und Gängen das Streichen und Fallen, wie auch deren Lagehäufigkeit.

Keywords

basementsouthern odenwald