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Über mittleren Keuper am Südrand der Vogesen

Tobien, H.

Kurzfassung

Die zusammenfassenden Untersuchungen Lang's und Vollrath's über die stratigraphischen Verhältnisse im mittleren und oberen Keuper Südwestdeutschlands und der angrenzenden Gebiete ergaben unter anderem, daß nach S der württembergische Stubensandstein verschwindet und durch eine dolomitische Fazies abgelöst wird, die in der Nordschweiz unter dem Namen Gansinger Dolomit schon seit langem bekannt ist. Die Frage der Fortsetzung dieser faziellen und stratigraphischen Entwicklung nach W, an den Südfuß der Vogesen, ferner das damit verbundene Problem des Überganges des Gansinger Dolomites in die Ausbildung des mittleren Keupers in Lothringen und im Unter-Elsaß mit Hauptsteinmergel, roten Mergeln und Steinmergelkeuper ist bei Vollrath, ebenso wie bei Frank - als nicht direkt in den Rahmen des Themas gehörig und vor allem wohl mangels nicht zureichender Unterlagen in der französischen Literatur - nur gestreift. Denn wie aus den Zusammenstellungen Girardot's deutlich hervorgeht, fehlt eine eingehende Vergleichung mit den Keuperprofilen der östlich angrenzenden Gebiete, der Nordschweiz und des südlichen Rheintales ebenso wie mit denen Lothringens und des nördlichen Elsaß vollkommen. Eine Ausnahme bildet lediglich die von Girardot nicht berücksichtigte Bohrung von Charmois (9 km südöstlich Belfort), welche von L. Meyer veröffentlicht und hinsichtlich des Keupers mit den Befunden im Unterelsaß und im Tafeljura verglichen wurde. Die nachstehenden Ausführungen beabsichtigen eine kurze Darstellung der Schichtfolge des mittleren Keupers am Südrand der Vogesen, sowie den Versuch der Eingliederung der hierher gehörigen Sedimentkomplexe in das stratigraphische Schema des südwestdeutschen Keupers.

Keywords

keupervogesensüdwestdeutschlandStubensandsteingansinger dolomithauptsteinmergelrheintalelsaß