Original paper

Die Rotliegendmulde von St. Dié

Vollrath, Alfred

Kurzfassung

Mehrere Monate lang hatte ich Gelegenheit, die Rotliegendbildungen im Becken von St. Dié kennenzulernen. Prof. Dr. M. Frank, mit dem ich mehrere Profile im Gelände begangen habe, hat mich gebeten, in großen Zügen über die stratigraphischen und faziellen Verhältnisse dieser Rotliegendablagerungen zu berichten. Ich folge der Aufforderung mit dem Hinweis, daß es sich hierbei nur um eine knappe vorläufige Mitteilung handeln kann. Eine ausführliche Darstellung kann aus Zeitmangel nicht gegeben werden; auch die einschlägige Literatur wurde nicht berücksichtigt, da sie mir augenblicklich nicht zur Verfügung steht. Es sollen neben einigen Profilen nur die Hauptzüge der Stratigraphie dargestellt werden. Eine genaue und ausführliche Bearbeitung ist später vorgesehen. Die mächtigste Entwicklung zeigt das Rotliegende am Süd- und Südostfuß des Ormont, zwischen St. Dié und Provenchères. Zwischen Frapelle und Neuvillers-sur-Fave beginnen die Ablagerungen mit wenig mächtigen, rotbraunen, geröllreichen Arkosen im Wechsel mit roten Schiefertonlagen. Gelegentlich scheinen die Arkosen an der Basis auch zu fehlen. Nach oben treten die Arkosen zurück. Rote und graue Schiefertone mit graugrünlichen Tuff- und Aschenbänkchen herrschen vor. Die Mächtigkeit dieser Schichten schwankt erheblich. Es wurden Mächtigkeiten zwischen 5 und 20 m beobachtet.

Keywords

RotliegendSt. DiéFranceProvenchèresFrapelleNeuvillers-sur-FaveTuff