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Erwiderung auf Seemann's Bemerkungen zu meinem Aufsatz: Beiträge zur Riesgeologie

Löffler, Richard

Kurzfassung

Es ist erfreulich, daß Seemann jetzt in weniger gereizter Form auf meine "Beiträge zur Riesgeologie" näher eingeht. Ich habe diese Beiträge auf Wunsch der Schriftleitung geschrieben, um die Verbreitung und Lagerungsverhältnisse der Trümmermassen des Vorrieses im Bereich der Meeresmolasse ausführlicher zu beleuchten. Die Ungestörtheit des Weißjura-Untergrundes und der Meeresmolasse ist "sicher" soweit vorhanden, daß die von Seemann angenommene Keilschollenbewegung nicht stattgefunden haben kann. Wir bekommen leider fast nur in den Tälern Einblick in den Untergrund, und hier herrscht die Ungestörtheit vor. Wenn Seemann "die neueren Aufnahmen einzelner Gebiete" zum Beweis einer "starken Zerstückelung des Untergrundes" heranziehen will, so verwechselt er die oberflächlichen Griesmassen mit dem Untergrund. So schreibt J. Schröder über einen 1925 veröffentlichten Ausschnitt des Blattes Harburg: "Auf diesen, aus den verschiedenen Stufen des mittleren und oberen Malms aufgebauten und von einer Reihe von Verwerfungen durchschnittenen Höhen der Ries-Umrandung lagern nun, und zwar in einer bisher hier noch nicht gekannten Ausdehnung, Trümmerschichten, d. h. ortsfremde, aus dem Rieskessel stammende Gesteinsschollen größeren und kleineren Umfangs; in diesen Vorkommen dislozierter Massen sind alle Abteilungen des Jura vom Lias bis hinauf zum oberen Malm vertreten; örtlich gesellen sich auch noch Sandsteine und Letten des oberen Keupers hinzu." Die beigegebene Karte zeigt deutlich, daß - abgesehen von einer mäßigen Zerstückelung am Riesrande - die Albhochfläche von Verwerfungen oder sonstigen Störungen frei ist.

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