Original paper

Diluvial-geologische Untersuchungen im Wurzacher Becken (Oberschwaben)

Schreiner, Albert

Kurzfassung

Die vorliegenden Zeilen sind eine Zusammenfassung meiner Dissertation, die unter der Leitung meines verehrten Lehrers, Herrn Prof. Dr. Georg Wagner, Tübingen, in den Jahren 1948 bis 1950 entstanden ist. Aus der Arbeit, die im Sinne einer Monographie alle geologischen Gegebenheiten behandelt, seien hier drei Themen herausgegriffen: 1. Die Gliederung der Alt-Moräne 2. Die Entstehung des Wurzacher Beckens 3. Stauchmoränen. Die Bildungen der Rißeiszeit im Wurzacher Gebiet wurden in zwei glaziale Serien gegliedert: Altriß und Jungriß. Auch innerhalb der Endmoränen sind die Vorstoßschotter der beiden Serien durch Erosionsabstand deutlich voneinander zu trennen. Die Jungrißendmoränen sind oft durch steil geböschte Stauchmoränenwälle gekennzeichnet und sind das Ergebnis eines kurzzeitigen Gletschervorstoßes über die Vorstoßschotter hinweg. Das Wurzacher Becken entstand vorwiegend durch Gletschererosion. Das weiterreichende altrißeiszeitliche Becken wurde beim Jungriß-Vorstoß zum Teil mit Schottern und Moränen ausgekleidet, zum Teil tiefer ausgefurcht. Dabei wurden innerhalb einer Vorstoßphase die in die vorherige Beckenform geschütteten Ablagerungen größtenteils gleich wieder ausgeräumt und der Molasseuntergrund noch ausgefurcht. Stauchmoränen, deren Formen und Strukturen untersucht wurden, sind oft wichtig für den Nachweis der Gletscherwirkung.

Keywords

Wurzacher BeckenDiluvialRißeiszeitgermany