Original paper

Über einen Aufschluß am Rande des Rheintalgrabens südlich Nußloch bei Heidelberg

Lodemann, W.

Kurzfassung

Im Jahre 1902/03 sollte 400 m südlich Nußloch (Blatt Neckargemünd der geologischen Spezialkarte von Baden) ein Brunnen errichtet werden. Es wurden deshalb am Rande der Landstraße Nr. 3, d. h. also am Abhang des Odenwaldes nach der Rheinebene hin, mehrere Bohrungen abgeteuft. Von der Straße aus führt nach Osten ein alter Förderstollen in das Gebirge. Der erste Versuch der Brunnenbohrung erfolgte dicht neben der Straße noch auf ebenem Terrain. Man blieb jedoch im Ton stecken und fand infolgedessen kein Wasser. Daraufhin wurde eine zweite Bohrung etwa 25 m bergwärts am Eingang des Stollens angesetzt. Dabei soll nach Salomon (1912) 1-2 m Kalk des mittleren Muschelkalkes, darunter ein typischer Tertiärton, durchfahren worden sein. Eine dritte, nochmals 9 m weiter östlich und nun bereits innerhalb des Stollens niedergebrachte Bohrung durchteufte 6 m Kalk und traf dann angeblich wieder auf die tertiären Tone (Septarienton?). Da der Kalk genügend Wasser führte, wurde hier der noch heute funktionierende Brunnen abgeteuft.

Keywords

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