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Eine neu erbohrte Mineralquelle in Jebenhausen bei Göppingen

Frank, Manfred

Kurzfassung

Seit Jahrhunderten sind die Mineralquellen von Jebenhausen bei Göppingen bekannt. In einer alten Chronik von 1450 wird schon die Wirkung des Wassers beschrieben, das damals insbesondere zum Baden benutzt wurde. Gelehrte Abhandlungen von Brebiss und Lentilius betonen die Bedeutung des Jebenhauser Mineralwassers sowohl für Trink- wie für Badekuren. Die Badeanstalt war weithin bekannt. Brebiss erwähnt, "daß das Wasser ungemein heilsam sei und das Bad von vielen hohen Personen besucht werde, nur sei zu bedauern, daß jene Badegäste gewöhnlich mehr Wein als Wasser trinken und deshalb selten die Absicht des Besuches ganz erreichen". Zwei Quellen waren bisher vorhanden: Die Gartenquelle und der Schloßbrunnen. Die Gartenquelle tritt an vielen Stellen in einem von mehreren Pfeilern getragenen Gewölbe, das vom Schloß aus zugänglich ist, unter dem Schloßgarten zutage. Das Wasser steigt, wenn der Gewölberaum leergepumpt ist, auf etwa 1,5 m Höhe an. Oberirdisch kann das Wasser der Gartenquelle nicht abfließen. Der Schloßbrunnen ist neben dem Schloß Liebenstein gefaßt. Die Schüttung schwankt nach den seit einigen Jahren laufenden Messungen zwischen 8 und 22 l/min. Der Zulauf der Gartenquelle ist offenbar geringer, doch können keine genauen Zahlen gegeben werden, da die Quelle nicht frei abläuft. 1952/53 wurden in der Nähe der bisher bekannten Quellen zwei Bohrungen niedergebracht. In beiden Bohrlöchern wurde im Angulatensandstein Sauerwasser erschlossen. Beide Bohrungen sind ausgebaut. Jedoch wird nur aus einem Bohrloch Wasser gefördert.

Keywords

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