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Genese der Eisenoolithe des südwestdeutschen Juras auf Grund der in ihnen enthaltenen Kalkgerölle

Walliser, Otto H.

Kurzfassung

Bei der Bearbeitung der Stratigraphie des Lias alpha3 in Südwestdeutschland (Walliser 1956) fielen die in der mixoolithischen Kupferfelsbank enthaltenen Kalkgerölle als besonderes Charakteristikum auf. Sie wiesen, zusammen mit anderen Erscheinungen, auf teilweise Auf- und Umarbeitung während der Entstehung der Bank hin. Dieses Nebeneinander und nicht, wie üblicherweise dargestellt, Nacheinander der Vorgänge, wird im allgemeinen zu wenig beachtet, obwohl es für die Genese des Sedimentes von außerordentlicher Bedeutung ist. Bei der Kupferfelsbank deuteten diese Vorgänge auf einen engen Zusammenhang zwischen den Kalkgeröllen einerseits und der Bildung der Ooide sowie der Herkunft ihres Eisengehaltes andererseits hin. Um zu untersuchen, ob die im Kupferfels gegebenen genetischen Indizien auch in den anderen, zahlreichen Eisenoolithen des südwestdeutschen Lias und Dogger zu finden sind und damit die Berechtigung zu allgemein gültigen genetischen Folgerungen geben, wurden im Herbst 1955 Aufsammlungen durchgeführt.

Keywords

EisenoolitheJuraSüdwestdeutschlandgermanyKupferfelsbank