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Erdmagnetische Untersuchungen im Kirchheim-Uracher Vulkangebiet

Mäussnest, Otto

Kurzfassung

Es wurden 26 teils sichere, teils fragliche Albvulkane mit der Schmidt-Z-Feldwaage erdmagnetisch untersucht, wozu an etwa 3 800 Punkten Messungen durchgeführt wurden. Es ergab sich, daß die fraglichen Vulkane Ehnisbach, Winterhaldenbach, Steinige Äcker, Egartsgäßle, Linsenbühl, Katzenbuckel und der Basaltgang am Hohenneuffen zu streichen sind. Sicher bestätigt werden konnte die bisher fragliche Hirschlache; die Lage der Vulkane Dobelwasen und Bölle bei Reudern (Westvulkan) wurde berichtigt. Weiter wurden bei Brucken und Weilheim/Teck je ein neuer Vulkan entdeckt. Ein Vulkan war entgegen dem Erdfeld magnetisiert, weshalb kurz auf die Frage nach der umgekehrten Magnetisierung eingegangen wurde. Versuche, die Tiefe des Albvulkanherdes auf erdmagnetischem Wege festzustellen, waren vergeblich. Vermutlich liegt die Mindestherdtiefe in 3-4 km. Aus den Isanomalenkarten können Vorzugsrichtungen entnommen werden: sehr häufig rheinische mit Tendenz zur variszischen, seltener herzynische, noch seltener variszische Richtungen. Daraus muß der Schluß gezogen werden, daß die Anordnung der Albvulkane von tektonischen Linien im Untergrund abhängig ist. Sie müssen besonders häufig an der Kreuzung zweier oder dreier Untergrundstrukturen liegen, da fast immer aus dem Isanomalenbild zwei bis drei Richtungen zu entnehmen waren.

Keywords

AlbvulkaneKirchheimUrachgermany