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Das Problem des Steinheimer Beckens.

Kranz, W.

Kurzfassung

Zur nochmaligen Nachprüfung meiner Anschauungen über die Entstehung des Steinheimer Beckens machte ich dort während einiger Tage im Mai 1914 geologische Aufnahmen an Hand der Karte 1:10000, welche in der Situation aus Flurkarten reduziert, in der Höhenaufnahme bei geodätischen Exkursionen der Technischen Hochschule Stuttgart 1903-1906 aufgenommen ist. Damit ließ sich eine recht genaue topographische Unterlage für die verschiedenen geologischen Probleme herstellen. Es wäre aber nicht möglich gewesen, in kurzer Zeit auch sichere geologische Unterlagen zu gewinnen, wenn mir hierbei nicht Herr Oberförster Gottschick (Steinheim) in liebenswürdigster und selbstlosester Weise sein reichhaltiges stratigraphisches Material und seine hervorragende Ortskenntnis zur Verfügung gestellt hätte. Erfreulicherweise scheint zwischen Herrn Branca und mir jetzt insoweit Übereinstimmung zu herrschen, als Kontaktexplosion (=Sprengung) auch beim Steinheimer Becken angenommen wird. Für das Mitwirken einer Explosion auch dort, im Steinheimer Becken, spricht die Vergriesung des Malmkalkes in der Peripherie des Beckens (Branca 1913). Nach den Ergebnissen der Fladderminen-Explosionen im Pionierdienst und meiner Versuchssprengung am Riesmodell sowie nach Analogie der neuen Bohrergebnisse im Ries war ja einleuchtend, daß auch das flache rundliche Becken von Steinheim ziemlich sicher durch eine starke zentrale, flachsitzende vulkanische Sprengung entstanden ist.

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