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Asphalt im Rotliegenden des unteren Murgtales.

Röhrer, F.

Kurzfassung

Am Südabhang des zwischen Gaggenau und Ottenau auf dem linken Murgufer gelegenen Amalienberges zieht sich das Höllbachtälchen hin das bei Ottenau das Murgtal erreicht. In seinem unteren Teil befinden sich drei Steinbrüche, von denen aber zwei ganz verlassen sind. Nur in dem mittleren, größten, der dem nördlichsten Punkt des vom Höllbach umflossenen Talsporns (Höhe 195, 9 m) gegenüberliegt, wird mitunter noch gearbeitet. Hier fielen mir gelegentlich eines Besuches in dem durch den Betrieb entstandenen Schutt an einigen Gesteinsbrocken schwarze, eigentümliche Massen auf, die sich bei näherer Untersuchung als Asphalt erwiesen. Das Gestein des Bruches ist ein dunkelroter, verkieselter und deshalb sehr harter Trümmersandstein, der Brocken von Granit, Gneis, Porphyr und Quarz führt und als Straßenschotter Verwendung findet. Wir haben hier das untere Konglomerat des Oberrotliegenden vor uns. Durchsetzt wird der Bruch von einer Reihe von Harnischen, die annähernd senkrecht stehen und mit beinahe horizontalen Rutschstreifen bedeckt sind. Daneben treten aber auch gemeine Klüfte auf. Ihre Wände sind oft mit kleinen, aber wohlausgebildeten durch Eisen gelb oder braun gefärbten Bergkristallen von der gewöhnlichen Form überzogen. Außer dem noch zu besprechenden Asphalt fand sich auch Schwerspat und Eisenglimmer auf den Klüften.

Keywords

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