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Erwiderung auf W. Kranz, Das Problem des Steinheimer Beckens.

Fraas, E.

Kurzfassung

Bei den Ausführungen von W. Kranz möchte ich im allgemeinen auseinanderhalten: 1. wirkliche Beobachtungen, 2. die Deutung der beobachteten Vorkommnisse und 3. die daraus gefolgerte Hypothese über die Entstehung des Steinheimer Beckens. Zu den tatsächlichen Beobachtungen im Steinheimer Becken habe ich wenig zu bemerken, denn sie decken sich im wesentlichen mit dem, was lange vor W. Kranz schon von Quenstedt, O. Fraas, Branca und E. Fraas, sowie Gottschick beobachtet war. Das benützte Kartenmaterial war dasselbe wie bei unserer Untersuchung 1905 und die Aufschlüsse haben sich auch wenig verändert. Dankenswert ist die Verwertung einiger Angaben Gottschick's über neue Beobachtungen im Tertiär am Rande des Beckens. Im Ganzen ist aber das Kartenbild gleichgeblieben. In der Deutung der verschiedenen Gesteinsarten, ihrer Struktur und Lagerung weicht Kranz zum Teil nicht unwesentlich von uns (Branca und E. Fraas 1905) ab, indem er sie natürlich in allem seinen Explosionshypothesen anpaßt. Daß es sich dabei mehr oder minder um eine rein subjektive Auffassung handelt, ist ja selbstverständlich und es ist wohl ziemlich gleichgültig, ob man von zerrüttetem Weißjura oder von Weißjura-Gries redet und ebenso weiß jeder Kenner unseres weißen Jura, daß es im Ganzen Gefühlssache ist, in welche Stufe des oberen Weißjura man die einzelnen in ihrer Struktur veränderten Kalke einreihen will.

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