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Ein Beitrag zum Nürtinger Umlaufberg

Heller, Wolfgang

Kurzfassung

Schon 1929: 168 zeigte G. Wagner: "Außerordentlich hoch ist das Gefäll (des Neckars) in Nürtingen selbst, wo es auf einen km nahezu 4 m beträgt und so die gewerbliche Entwicklung der Stadt begünstigte. Wir kommen hier mit Tektonik nicht weiter; die Ursache liegt in einer bisher meines Wissens nicht bekannten Flußablenkung. " G. Wagner wies eindrücklich darauf hin, daß dieses hohe Gefälle nur dadurch entstanden sein kann, daß der Neckar noch in der jüngsten Eiszeit in einem etwa 3 km langen Lauf den Schloßberg in weiterem Sinne umflossen haben muß. Steinach und Tiefenbach mündeten damals in den heutigen Außenbezirken Nürtingens in diese Neckarschlinge. Durch die Abschnürung des Umlaufberges entstand nun jenes hohe Gefälle des Neckars, das bis heute noch nicht ausgeglichen ist. Damals lagen jedoch noch keine Schotterfunde vor, die die Auffassung von G. Wagner belegen konnten. Nun gelang es dem Verfasser, in den letzten Jahren Schotterfunde in drei Baugruben auf dem Nürtinger Umlaufberg und in einer an dessen Fuß zu machen, die hier in einer kurzen Zusammenfassung vorgelegt werden sollen.

Keywords

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