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Periglaziale Erscheinungen auf der Schwäbischen Alb bei Ulm/Donau tb:1

Golwer, Arthur

Kurzfassung

Nachdem im Jahre 1931 A. Roll wohl zum ersten Mal auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb und zwar im Gebiet westlich der Lauchert, pleistozäne Schuttdecken erkannt hatte, traten in den folgenden Jahrzehnten periglaziale Erscheinungen durch das Interesse der süddeutschen Geologen an der Stratigraphie des Weißen Jura in den Hintergrund der Betrachtungen. Erst in jüngster Zeit erlangte der Fragenkomplex pleistozäner Bildungen durch die Arbeiten von Eissele & Schädel (1957), Bleich & Groschopf (1959) und Weippert (1959) auch auf der Schwäbischen Alb eine gewisse Bedeutung. Die auffälligste pleistozäne Ablagerung der Albhochfläche ist ein kleinstückiger, lehmiger Kalksteinschutt. Er entstand durch Frostverwitterung aus Kalken des Weißen Jura und des Tertiärs und wunde durch Kammeis und Solifluktion verfrachtet. Wechselseitiges Auf- und Zufrieren zersprengte die Kallke zu kleinen Splittern, die durch ihre gleichmäßige Korngröße auffallen. Im folgenden sollen zwei lehmige Feinschuttvorkommen auf der Ulmer Alb beschrieben werden, und zwar vom Lerchenfeld südlich der Autobahn bei Dornstadt und von Lehr.

Keywords

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