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Die Delta-Epsilon-Grenzschichten im schwäbischen Weißen Jura

Seeger, Dietrich

Kurzfassung

Die hier im Auszug vorgelegte Dissertation gilt dem bisher wenig bekannten Grenzbereich Delta/Epsilon im Profil des schwäbischen Weißen Juras. Quenstedt hatte die Grenze zunächst zwischen geschichteter und massiger Fazies gezogen. Mit der Erkenntnis, daß sich diese Fazien nicht vertikal ablösen, sondern horizontal verzahnen und daß sowohl in Delta als auch in Epsilon beide vorkommen, begann sich die Grenzziehung auf zonen-bestimmende Leitammoniten zu stützen. Dabei erwies sich Aulacostephanus pseudomutabilis (De Loriol) als charakteristisch für das höhere Delta, Sutneria subeumela Schneid für das untere Epsilon. Zwischen diesen beiden Ammoniten aber blieb gleichsam eine terra incognita, für die Berckhemer und Roll (1931: 18) die Bezeichnung "Übergangsschichten" einführten, welche je nach Gutdünken zu Delta oder Epsilon gezogen werden konnten. Die feinstratigraphische Neugliederung von Delta durch Aldinger (1945) und Ziegler (1955, 1958) ließ diese Übergangsschichten unberücksichtigt. Im Folgenden wird eine biostratigraphische Gliederung von Delta 4 und Unter-Epsilon vorgelegt, in der die "Übergangsschichten" wegfallen.