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Das Gefüge eines Placunopsis-Riffs aus dem Hauptmuschelkalk

Hölder, Helmut

Kurzfassung

Georg Wagner hat in seiner Dissertation (1913: 150) "Austernriffe" aus dem Hauptmuschelkalk Frankens beschrieben, die von der dünnschaligen, zu den Anomiiden gehörenden Muschel Placunopsis ostracina (Schloth.) gebildet werden. Sie können sich kopfgroß, ja mannshoch und zweieinhalb Meter breit plötzlich wie mächtige Knollen zwischen die normalen Kalkbänke einschalten. Oft wachsen sie, ähnlich wie kleine Schwammstotzen, von einem punktförmigen Ansatz aus in die Höhe und Breite und bilden eine kuppelartig gewölbte Oberfläche. Aber es gibt auch alle Übergänge zu flachen, rasenfleckenartigen Siedlungen. Im fränkischen Muschelkalk scheint es sich vorwiegend um einheitlich gebaute Riffknollen oder Stotzen zu handeln.

Keywords

fränkischen MuschelkalkRiffknollenStotzenTriassicGermany