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Zur Geologie der Alpenrandzone bei Füssen

Schmidt-Thomé, Paul

Kurzfassung

Die Darlegungen geben in verkürzter Form eine Einführung in die Geologie des weiteren Tagungsbereiches. Auf den Schichtenaufbau, der mit einer Fülle verschiedener, oft gleichalter Gesteinsserien von der tiefsten Trias bis ins Quartär reicht, sowie auf die verwickelten tektonischen Alpenrandstrukturen kann nur generell eingegangen werden. Eine detailliertere paläogeographisch-strukturelle Darstellung habe ich kürzlich (1962) gegeben. Die Füssener Alpenrandzone gehört seit 100 Jahren zu den klassischen Forschungsgebieten der Alpengeologie. Gümbel (1861) schuf in seinem Werk über das Bayerische Alpengebirge die Grundlagen für ihre geologische Erforschung. Ihm folgten Rothpletz (1886) mit einer ersten monographischen Bearbeitung der Vilser Alpen und Böse (1894) und Söhle (1899) mit Detailuntersuchungen in den Hohenschwangauer und Ammergauer Alpen. V. Klebelsberg (1913) stellte die Quartärbildungen des Lechgletschers und Reiser (1922) die Alpenrandstrukturen zwischen Iller und Lech monographisch zusammen. Kockel, Richter & Steinmann (1931) schufen mit der Geologie des Ammergebirges zwischen Lech und Loisach die erste moderne Monographie dieses Gebirgsabschnittes. Durch Heissel (1937) erfolgte eine neue Detailuntersuchung der Vilser Alpen. Die Untersuchung der Alpenrandzone zwischen Hindelang und Pfronten durch Custodis & Schmidt-Thomé (1939) erbrachte neue Ergebnisse über die Flyschzone und den Falkensteinzug.

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