Original paper

Über eine eisenoolitische Aufarbeitungslage im Lias-beta aus der Umgebung von Balingen (Württemberg)

Hiller, Karl

Kurzfassung

Der Schwarze Jura beta (Untere Schwarzjuratone, Oxynoticeratenschichten,) von Württemberg besteht aus einer einheitlichen Ton- und Tonmergelsteinserie, die zahlreiche Toneisenstein- und Schwefelkieskonkretionen (letztere häufig um Fossilreste) enthält. Nach den Angaben von Geyer in Geyer & Gwinner (1962, 38) ist Lias beta "E Ellwangen 0-3 m mächtig, von Ellwangen bis Göppingen nimmt die Mächtigkeit allmählich auf 14-18 m zu; sie beträgt zwischen Kirchheim/Teck und Hechingen 28-35 m, in der Balinger und Spaichinger Gegend 20 bis 25 m. Aus dem Klettgau liegen nur mehr Werte von 5-15 m vor". Im Vorland der Mittleren und Westalb (zwischen Schwäbisch Gmünd und dem Wutachgebiet) schaltet sich im oberen Viertel dieser einheitlichen Gesteinsserie eine 5-30 cm mächtige, meist fossilreiche, harte Mergelkalksteinbank - die sogenannte beta-Kalkbank - ein, durch die sich Lias beta in beta1 und beta2 stratigraphisch weiter untergliedern läßt. Diese beta-Kalkbank, die "Gerölle" (z. T. angebohrt) führt, schließt beta1 nach oben ab; im beta2 schalten sich außerdem noch einige "rauhe, fossilreiche, schillführende Mergellagen in die Tone ein", die sich weiter nach Osten, bis in die Gegend von Aalen, verfolgen lassen. Sowohl bei diesen rauhen Mergellagen, als auch bei der beta-Kalkbank handelt es sich um Aufarbeitungshorizonte, die "aufs engste mit dem Wechsel der Ammonitenfauna verknüpft sind". Die räumliche Verbreitung der beta-Kalkbank fällt in den Ausstrichsbereich des mächtigeren Lias beta, also in ehemaliges Beckengebiet. Folglich müssen im Becken selbst kräftige Strömungen vorhanden gewesen sein, die zu einer derartigen Aufarbeitsungslage führen konnten.

Keywords

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