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Feld- und gesteinsmagnetische Arbeiten im Gebiet der Hegauvulkane

Mäussnest, Otto

Kurzfassung

Es wird über erste feld- und gesteinsmagnetische Meßergebnisse des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg im Gebiet des obermiozänen-unterpliozänen Hegauvulkanismus auf Blatt Engen 1:25 000 berichtet. Die Arbeiten werden fortgesetzt und auf weitere Hegaukartenblätter ausgedehnt. Basaltische Gesteine unterscheiden sich von den sauren und sedimentären Gesteinen dadurch, daß sie immer eine ferro(i)-magnetische Komponente führen. Diese ferro(i)-magnetische Komponente wird hauptsächlich von Magnetit FeS04, Titanomagnetiten des ternären Mischungssystems Fe2O3-FeO-TiO2 Maghemit gamma-Fe2O3 und Magnetkies FeS gebildet. Ein geologischer Körper mit einer ferro(i)-magnetischen Komponente sei in unmagnetische saure oder sedimentäre Gesteine eingelagert. Wirkt auf ihn ein Magnetfeld ein, so wird dieser Körper magnetisiert und damit zu einem Magneten, dessen Feld sich dem normalen Erdfeld überlagert. Es kommt in seiner Umgebung zu einer Abweichung vom Normalfeld, also zu einer magnetischen Anomalie. Derartige geologische Körper befinden sich in größerer Zahl zum Beispiel im Hegau in Form von Tuffdecken, Tuffschloten und Basaltschloten, mit deren magnetischer Untersuchung vom Landeserdbebendienst Baden-Württemberg begonnen wurde; in dieser Arbeit wird über die allerersten Ergebnisse auf Blatt Engen Nr. 8118 berichtet. Diese Arbeiten werden fortgesetzt und auch auf andere Hegaukartenblätter ausgedehnt.

Keywords

HegauTuffBaden-Württemberggermany